Blog

Rettungssanitäter-Grundlehrgang: Woche 3

Halbzeit beim schulischen Teil der Rettungssanitäter-Ausbildung! Die ersten zwei Wochen Schule sind schon geschafft und es geht in die dritte Runde. In dieser Woche stehen unter anderem Traumata und Infektionskrankheiten auf dem Plan, es verspricht also, sehr spannend zu werden. Meinen Bericht zur ersten Lehrgangswoche kannst du hier nachlesen und den zur zweiten Woche findest du hier.

Montag, 25.6.

Ein sehr interessanter Tag liegt vor mir, als ich am Montag in die Schule fahre. Davon weiß ich allerdings im Auto noch nichts, denn auf dem Stundenplan steht für diesen Vormittag nur „Desinfektion und Hygiene“. Das klingt eigentlich eher langweilig, denke ich… Aber es ist ein wichtiges Thema im Rettungsdienst, deshalb muss man da wohl durch. In der Schule werde ich dann eines Besseren belehrt: Dank eines super Dozenten vergeht die Zeit wie im Flug! Nachdem wir morgens einiges über Desinfektion und Hygiene gelernt haben, geht es mittags dann hauptsächlich um Infektionskrankheiten. Unschöne Bilder und ein Fallbeispiel (vom Rettungsdienst unentdeckte Meningitis) zeigen uns, wie wichtig dieser Unterrichtstag für unsere Gesundheit und Hygiene im Berufsleben tatsächlich doch ist.

Dienstag, 26.6.

Auf dem Stundenplan steht für den Dienstag theoretischer Unterricht zum Thema Trauma. Nach kurzer Absprache innerhalb der ganzen Klasse wird beschlossen, die Praxis zu diesem Thema von Mittwoch auf Dienstag vorzuziehen und mittwochs dann die Theorie zu machen. Morgens zeigt uns die Dozentin also die Immobilisation, Helmabnahme, Wundversorgung… Unter anderem lernen wir den Umgang mit dem Spineboard, der Vakuummatratze und das Schienen von Frakturen. Nachmittags üben wir dann in Zweierteams Fallbeispiele: Ein Zweierteam verlässt den Raum und richtet sich seine Ausrüstung, während die Dozentin einen Mimen auswählt. Dieser bekommt dann ein Krankheitsbild oder eine Verletzung zugeschrieben und das Zweierteam muss den Mimen dann versorgen. Meine Partnerin und ich müssen bei unserer „Patientin“ eine leichte Schnittverletzung versorgen, was nicht so schwer ist.

Mittwoch, 27.6.

Mittwochs folgt die Theorie zum vorherigen Trauma-Praxis-Tag. Wir lernen nicht nur, welche Trauma-Arten es gibt, sondern auch, wie man sie versorgt. Außerdem sprechen wir über verschiedene Verletzungen. Zuerst geht es um Verletzungen der Extremitäten, hauptsächlich um Frakturen. Darauf folgen Wirbelsäulenverletzungen und im Besonderen besprechen wir das Querschnittssyndrom. Wir lernen auch etwas zu Bauchverletzungen und -traumata. Nachmittags ist das Thema die Kinematik des Traumas, also die Frage nach dem Unfallmechanismus und den beim Unfall wirkenden Kräften auf die Beteiligten. Die Kinematik ist wichtig, um eventuell Rückschlüsse auf Verletzungsmuster ziehen zu können. Im Zusammenhang mit der Kinematik schauen wir uns deshalb Fotos von verschiedenen Autounfällen an und überlegen uns, wie verschiedene Kräfte auf das Fahrzeug gewirkt haben könnten und was sich daraus für Verletzungen bei den Unfallopfern ergeben haben müssen. (mehr …)

Von Julia Katharina Besand, vor