Gleich zu Beginn meines Bundesfreiwilligendienstes mache ich momentan die Ausbildung zur Rettungssanitäterin, um danach auf der Rettungswache arbeiten zu können.
Die Ausbildung besteht aus dem vierwöchigen Grundlehrgang mit 160 Stunden und je vier Wochen Praktikum im Krankenhaus und in einer Lehrrettungswache. Anschließend gibt es noch eine Abschlussprüfung mit einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil.

Was ist der Grundlehrgang?

Während des Grundlehrganges der Rettungssanitäter-Ausbildung lernt man in der Schule alles, was man als Rettungssanitäter können muss. Über die menschliche Anatomie bis hin zu Geräten und Fahrzeugen im Rettungsdienst oder verschiedensten Gesetzen muss alles sitzen und wird bei der Zwischenprüfung nach vier Wochen schriftlich abgefragt. Der Lehrgang besteht hauptsächlich aus theoretischem Unterricht. Wir haben für jede Woche einen eigenen Stundenplan und mehrere Dozenten. Diese sind alle ausgebildete Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter.

Die erste Woche Schule ist bei mir schon vergangen und ich hatte eigentlich bisher jeden Tag volles Programm.
Da ich meinen BFD beim Arbeiter-Samariter-Bund mache, muss ich die Ausbildung nicht selbst bezahlen (die Ausbildung kostet ohne Verpflegung schon fast 1000€). Während der Schulzeit bin ich in einem Hotel untergebracht, zusammen mit einigen anderen aus unserer Klasse. Freitags nach der Schule fahre ich heim und sonntags oder montags geht es wieder ins Hotel. Es ist zwar ungewohnt, so lange nicht daheim zu sein, aber gleichzeitig sehr entspannend, mal etwas Neues zu sehen und nicht jeden Abend nach der Schule noch nach Hause fahren zu müssen. Irgendwann muss ich mir schließlich auch noch Zeit zum Lernen nehmen und so spare ich sehr viel Zeit.

Tagesplan

Mein Tagesplan sieht im Moment folgendermaßen aus: Aufstehen um 6 Uhr, Frühstück um 7 Uhr, Schule von 9-17 Uhr, dann ans Hotel fahren, Abendessen und (wenn ich noch wach genug bin) lernen. Ab und zu sind wir (die „Hotelgruppe“) auch abends noch in der Stadt unterwegs oder lernen zusammen.

Montag, 11.6.2018

Der Grundlehrgang begann am Montag vor zwei Wochen mit einer Einführung in den Rettungsdienst. Es ging um das Rettungsdienstgesetz Rheinland-Pfalz, die verschiedenen Fahrzeuge im Rettungsdienst, die Straßenverkehrsordnung (StVO) und Luftrettung.
Außerdem bekamen wir zwei dicke Ordner mit allen Themen für die Ausbildung. Darin steht alles, was wir als Rettungssanitäter können müssen. Ich finde es sehr gut, eine Übersicht mit allen Themen zu haben, obwohl ich mir parallel trotzdem noch alles zusammenfasse.

Dienstag, 12.6.2018

Am Dienstagmorgen hatten wir das Thema Zellen und Gewebe. Für mich persönlich war der Morgen eher langweilig, da ich fast alles aus der Oberstufe schon kannte. Außerdem beschäftigten wir uns noch mit dem Wasser- und Elektrolythaushalt des Menschen sowie mit dem Säure-Base-Haushalt. Nach der Mittagspause lernten wir noch etwas über den Wärme-Haushalt, Blut und Blutgruppen und das Lymphsystem. Nachmittags war der Unterricht um einiges interessanter als morgens, weshalb der Tag letztendlich dann doch schnell vorbeiging.

Mittwoch, 13.6.2018

Am Mittwoch waren unsere Themen morgens das Gehirn und Nervensystem. Der Unterricht umfasste den allgemeinen Aufbau von Nervenzellen, den Aufbau des Gehirns und sowohl das zentrale als auch das periphere und das vegetative Nervensystem mit Sympathicus und Parasympathicus. Nachmittags ging es um das Stütz- und Bewegungssystem. Hier lernten wir vor allem den Aufbau von verschiedenen Knochenarten und allen Arten von Gelenken im menschlichen Körper.

Donnerstag, 14.6.2018

Donnerstags standen auf dem Stundenplan das Atmungssystem und das Abdomen. Wir besprachen vormittags den Aufbau der Lunge sowie den Sauerstoffaustausch im Körper. Am Nachmittag ging es um die Physiologie und Anatomie des Verdauungstrakt- und Harnsystems. Außerdem lernten wir die Auskultation (Abhören) und Palpation (Abtasten) des Abdomens und durften das Ganze an unseren Mitschülern üben.

Freitag, 15.6.2018

Der Freitag war meiner Meinung nach der interessanteste Tag der ganzen Woche: Wir befassten uns den ganzen Tag mit dem Herzen. Wir lernten den Aufbau, den Weg des Blutes durch den Körper, also Lungen- und Körperkreislauf. Ein weiteres Thema war das EKG. Als Rettungssanitäter muss man wissen, wie man ein EKG schreibt und liest. Ebenfalls sprachen wir über Defibrillation, verschiedene Arten von Defibrillatoren und welche Herzrhythmusstörungen man überhaupt schockt.


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