Vergangene Woche war die zweite Woche im Grundlehrgang meiner Rettungssanitäter-Ausbildung. Insgesamt war die Woche spannender als die erste und vor allem auch etwas praxibezogener. Außerdem haben wir unseren ersten Test geschrieben.
In meinem ersten Beitrag über die Ausbildung habe ich bereits erklärt, was der Grundlehrgang ist. Falls du ihn noch nicht gesehen hast, schau doch gerne mal hier vorbei und lies meinen Bericht zur ersten Lehrgangswoche.

Montag, 18.6.18

Montags lernten wir die verschiedenen Geräte und Hilfsmittel zur Beatmung kennen. Das Beatmen durften wir an Puppen üben. Wir lernten an ihnen sogar, auf unterschiedliche Arten zu intubieren. Den Guedel-, Wendl-, Larynx- und Endotrachealtubus lernten wir richtig zu verwenden. Das fand ich sehr gut, denn das Intubieren mit dem Endotrachealtubus fiel mir anfangs ganz schön schwer! Zwar intubieren Rettungssanitäter in der Regel eher nicht, aber man sollte es trotzdem können, für den Fall der Fälle.
Nachmittags beschäftigten wir uns außerdem noch mit Herz-Kreislauf-Stillständen und der Herz-Lungen-Wiederbelebung.
Nach der Schule im Hotel war dann intensives Lernen angesagt: Für Dienstag hatten wir den ersten Test angekündigt bekommen und natürlich wollten wir diesen alle bestehen!

Dienstag, 19.6.18

Am Dienstag hatten wir morgens noch einen Themenblock zur Frühdefibrillation und anschließend, nach einer kurzen Pause wurde uns der Test ausgeteilt. Die Themen waren Aufbau und Funktion des Herzens sowie das Elektrokardiogramm (EKG) und Defibrillation. Der Test war nicht so schwer wie ich anfangs befürchtet hatte, und wie die meisten bestand auch ich, mit 19 von 20 möglichen Punkten. Zur Einsicht durften wir uns den Test noch einmal ansehen, bevor wir ihn wieder abgeben mussten.
Mittags hatten wir dann wieder praktischen Unterricht. Wir übten die Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Erwachsenen und lernten auch, wie man Säuglinge wiederbelebt.

Mittwoch, 20.6.18.

Das Thema am Mittwochmorgen war Schock, also Schockarten, ihre Symptomatik und die Behandlung. Außerdem ging es noch um verschiedene Arten von internistischen Notfällen. Speziell ging es an diesem Tag um Kreislaufnotfälle sowie Notfälle des Atmungssystems.

Donnerstag, 21.6.18

Den größten Teil des Donnerstags verbrachten wir mit der Lehre von Medikamenten. Es ging also um die verschiedenen Gruppen und Beispiele, die wir kennen müssen als Rettungssanitäter. Außerdem erstellten wir ein Tafelbild, auf welche Arten Medikamente verabreicht werden können. Wir lernten den Umgang mit Arzneimitteln, wie man einen Zugang legt (natürlich nur in der Theorie!) und wie man eine Infusion vorbereitet.
Nachmittags kamen wir dann zum Thema Notfalluntersuchung. Hier lernten wir vor allem das ABCDE-Schema kennen, bei dem jeder Buchstabe für einen Untersuchungsbereich steht (Airways, Breathing, Circulation, Disability, Exposure/Examination).

Freitag, 22.6.18

Unser Thema am Freitag war sehr anspruchsvoll: der Umgang mit Sterbenden und Kranken. Wir beschäftigten uns nicht nur mit dem tatsächlichen Umgang mit solchen Menschen, sondern auch mit den damit verbundenen psychischen Belastungen. Da nicht nur Patienten und Angehörige, sondern unter Umständen auch das Rettungsdienst-Personal stark durch manche Fälle belastet werden, ist es wichtig, dass man im Grundlehrgang bereits darauf vorbereitet wird. Im Rettungsdienst ist nicht immer am Ende alles gut, nicht alle Patienten überleben und man muss sich dessen bewusst sein und den Umgang vor allem mit solchen Situationen lernen. Leider war der Unterricht an diesem Tag sehr trocken, wodurch das Thema nur noch anspruchsvoller wurde.


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